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Warum du eine eigene Webseite erstellen solltest

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  • Beitrags-Kategorie:Webdesign
  • Lesedauer:19 min Lesezeit

Das digitale Schaufenster

Wenn du dich selbstständig machst, gibt es unglaublich viel, was auf dich zukommt: Bürokratie, Steuerliche Themen, Versicherungen, Datenschutzhürden, Vertragserstellung und dann auch noch Marketing, damit du Kundschaft gewinnst. Ein ganz schöner Batzen, was?
Folgende Fragen werden mir in diesem Zuge besonders häufig gestellt: Wann brauche ich eine eigene Webseite? Brauche ich überhaupt eine Homepage im Zeitalter von Social Media? Und kann ich diese selbst erstellen oder sollte ich einen Profi ranlassen?

Die Antwort lautet bei mir wie immer: Es kommt darauf an. Worauf genau? Das erfährst du in diesem Beitrag!

Warum du überhaupt eine Webseite haben solltest

Stell dir vor, du bist in der Fußgängerzone und bleibst vor einem Laden stehen. Die grünen Pflanzen im Fenster fallen dir sofort ins Auge. Dein Blick wandert über den geschwungenen Schriftzug „Mittagsmenü“. Das Knurren deines Magens tönt in deinen Ohren. Eigentlich wolltest du nachher Zuhause kochen, doch die frischen Wraps in der Auslage wirken viel gesünder auf dich, als die Nudeln daheim. Unter dem Schriftzug steht in weißen Lettern geschrieben, dass zwischen 12:00 und 14:00 Uhr ein Wrap nur die Hälfte kostet. Ohne weiter zu überlegen, greifst du nach der Türklinke und betrittst den Laden.

Webdesign Vorschau Header

Deine Webseite ist dein digitales Schaufenster. Der Ort, an dem Menschen innehalten und schauen, ob es ein Angebot gibt, das eines ihrer Probleme löst. Sie lassen sich von der Optik in eine bestimmte Erwartungshaltung versetzen. Der Ton zeigt ihnen, mit wem sie es zu tun haben. Bilder, Grafiken und Icons unterstreichen die Texte zu deinen Angeboten. Außerdem gibt ein klar strukturiertes und nicht überladenes Menü eine Orientierungshilfe.

Während du auf Social Media immer nur temporär in Kontakt mit Menschen kommst und sie gerade das mitbekommen, was du postest, hat deine Webseite Übersichtlichkeit und Struktur. Du machst es den Besuchenden so einfach wie möglich, etwas über dich und dein Angebot herauszufinden, ohne vorher 1.000 Social Media Posts danach zu durchforsten. Von hier aus können die Menschen entscheiden, wie sie weiterhin mit dir in Kontakt bleiben.

Ab wann brauche ich eine eigene Webseite?

Solltest du von Anfang an eine eigene Webseite haben?
Sagen wir es mal so: Ich habe erst nach drei Jahren Selbstständigkeit eine eigene Webseite erstellt. Das lag nicht daran, dass ich es nicht konnte, sondern daran, dass ich ständig ausgebucht war. Warum Marketing machen, wenn ich doch keines brauche? Aber wie bin ich ohne Webseite an meine Kundschaft gelangt?

Wo hält sich deine Zielgruppe auf?

Der erste Schritt ist es, deine Zielgruppe zu analysieren. Wo hält diese sich auf? Nutzt sie eine Suchmaschine, wenn sie das das Internet nach einer Lösung für ein Problem durchforstet? Treibt sie sich eher in sozialen Netzwerken herum, wo latent schlummernde Bedürfnisse geweckt werden? Oder triffst du sie vielleicht im realen Leben und solltest besser Printflyer dabei haben, um die richtige Kundschaft zu erreichen? Wie erreichst du deine Zielgruppe bisher?

Egal wo sich deine Zielgruppe aufhält: Eine Webseite kann in jedem Fall Sinn machen. Aber warum?

Wie ausgelastet bist du?

Wenn du ausgelastet bist, warum dann noch mehr Kundschaft erreichen wollen?

Das ist eine Frage, die auch ich mir gestellt habe. Da ich vor allem von Empfehlungen gelebt habe, hatte ich eine ziemlich bunt durcheinander gewürfelte Zielgruppe. Unterschiedliche Branchen, unterschiedliche Tätigkeiten, unterschiedliches Budget. Ich habe eine Menge gelernt, aber vom Geld her lag mein Stundensatz an der untersten Grenze. Außerdem machte ich durch meine Endometriose-OP die Erfahrung, wie es ist, für längere Zeit auszufallen.

Meine Webseite erstellte ich schließlich, um auch passives Einkommen generieren zu können, sodass eine gesundheitsbedingte Auszeit zu keinem ganz so großen Loch in meiner Kasse führte. Außerdem positionierte ich mich als Expertin, gewann Vertrauen und sprach damit auch Menschen an, die ein höheres Budget aufbringen konnten.

Bis eine Webseite sichtbar ist und Erfolge erzielt, dauert es eine gewisse Zeit. Gerade in Suchmaschinen muss sie sich erst einfinden. Je früher du damit loslegst, desto eher kannst du deine eigene Webseite produktiv nutzen, wenn du sie brauchst.

Auffindbarkeit in Suchmaschinen durch einen Blog

Letztens habe ich nach jemanden gesucht, der sich mit Datenschutz auskennt, weil ich spezifische Fragen hatte: Welche Webseiten Plugins sind datenschutzkonform? Wo bekomme ich eine AVV von Zoom her? Wie kann ich Google Analytics datenschutzkonform nutzen?

Dank einiger Blogartikel bin ich auf Datenschutzexpert:innen aufmerksam geworden, die mir genau diese Fragen beantwortet haben. Und eine davon habe ich später einem meiner Kunden vorgeschlagen, als es um das Erstellen eines Verarbeitungsverzeichnisses ging. Durch die Blogartikel habe ich den Eindruck gewonnen, dass die Datenschutzexpertin Ahnung hat von dem was sie tut und ihre Expertise in einfachen Worten erklärt, sodass ich als Fachfremde alles verstehe.

Überlege dir daher, ob ein Blog auf deiner Webseite hilfreich ist, damit Menschen dich finden, die eine Lösung für ein Problem suchen, die du ihnen geben kannst. Hab keine Angst davor kostenlos Wissen weiterzugeben. Wenn jemand deine Unterstützung braucht, wird derjenige eher bereit sein dich zu buchen, wenn du ihm bereits geholfen hast.

Passives Einkommen mit der eigenen Webseite verdienen

Mit der eigenen Webseite Geld verdienen, ohne direkt dein Produkt oder deine Dienstleistung zu verkaufen? Das ist möglich und sogar ziemlich bequem.

Affiliate Links

Die wohl bekannteste Möglichkeit ist Affiliate Links zu setzen. Das heißt, ich schreibe einen Blogartikel über Webseiten und platziere einen Link zu einem Hosting-Anbieter, der mir für jede geworbene Person eine kleine Provision zahlt. Sollen wir das gleich ausprobieren?

Meine Webseiten hoste ich bei all-inkl*. Wenn du auf der Suche nach einem günstigen Hostinganbieter bist, der nachhaltigen Strom verwendet, gut erklärte Anleitungen bereitstellt und einen schnellen Support hat, bist du hier richtig aufgehoben. Im günstigsten Tarif gibt es drei Domains inklusive. Wenn du nur eine brauchst und dir 4,95 € im Monat (+ 0,95 € für das SSL-Zertifikat) zu teuer sind, kannst du dich auch bei den Tarifen von Hetzner umschauen (dafür habe ich keinen Affiliate-Link, weil ich dort keinen eigenen Vertrag laufen habe und daher nicht am Partnerprogramm teilnehmen kann).

Neben den Partnerprogrammen der Dienstleister, die ich selbst nutze und weiterempfehle, nutze ich außerdem das Partnerprogramm von amazon. Damit hier genug Geld bei rumkommt, muss natürlich entsprechender Traffic auf der Webseite vorhanden sein. Dazu kann ich gern nochmal einen gesonderten Blogbeitrag verfassen. Lasst mich in den Kommentaren wissen, ob Interesse besteht!

VG Wort

Eine wesentlich unbekanntere Methode um mit einer Webseite passives Einkommen zu generieren, ist die Verwertungsgesellschaft Wort. Ich vergleiche die VG Wort gern mit der GEMA der Schreibenden, der Vergleich hinkt jedoch an einigen Stellen. Nichtsdestotrotz gibt es Geld von der VG Wort, wenn Bücher in Bibliotheken ausgeliehen werden, wenn ich Beiträge für Fachzeitschriften schreibe oder eben für meine Blogbeiträge (ja, auch diesen hier). Dazu ist ein Mindestzugriff im Kalenderjahr erforderlich, der entsprechend getrackt werden muss.

Wie du über die VG Wort mit deinem Blog Geld verdienen kannst

  • Schließe einen Wahrnehmungsvertrag mit der VG Wort ab.
  • Logge dich beim Online-Portal TOM an und beantrage Zählpixel für deine Blogartikel.
  • Bette die Zählpixel mithilfe eines HTML-Codes ein oder zum Beispiel mit dem Plugin Worthy. Dein Blogbeitrag muss dafür mind. 1.800 Zeichen (inkl. Leerzeichen) haben.
  • Wird dein Blogbeitrag mindestens 1.500 Mal in einem Kalenderjahr aufgerufen, ist er meldefähig und damit berechtigt, Tantiemen aus METIS (Meldungen von Texten im Internet) zu erhalten. Bei Beiträgen mit mehr als 10.000 Zeichen reichen 750 Zugriffe.
  • Melde deinen Blogbeitrag bis spätestens 31. Januar des Folgejahres über das Onlineportal TOM, um im Herbst an der Ausschüttung teilzunehmen.

Einen ausführlichen Artikel zum Thema Geld verdienen mit der VG Wort findest du im Blog des Selfpublisher-Verbandes.

Webdesign Vorschau Brauchst du eine eigene Webseite

Rechtlich sauber unterwegs

Wusstest du, dass du als Selbstständige:r ein Impressum und eine Datenschutzerklärung für soziale Netzwerke brauchst? Bei Facebook kannst du beides praktischerweise bei deiner Seite hinterlegen. Bei Instagram geht das nicht, weshalb du einen Link in deiner Bio hinterlegen solltest, der zu beiden rechtlichen Bestandteilen führt. Ideal eignet sich hierfür deine Webseite.

Reicht nicht ein Impressum in meiner Story oder einem Beitrag?

Das ist meines aktuellen Wissensstand nach rechtlich bedenklich. Ein Impressum muss leicht erkennbarunmittelbar zu erreichen und ständig verfügbar sein. Das ist in einem Story-Highlight oder in einem Beitrag nicht unbedingt gegeben. Außerdem macht diese Lösung auf mich einen unprofessionellen Eindruck. Datenschutzerklärung und Impressum auf deiner Webseite zu haben, wirkt professionell und du bist rechtlich auf der sicheren Seite. Mehr zum Thema Impressumspflicht auf Instagram erfährst du hier.

Selbst eine Webseite erstellen oder lieber erstellen lassen?

Ich gehöre zu den Menschen, die am liebsten alles selbst machen. Sonst würde ich als gelernte Bankfachwirtin jetzt keine Webseiten erstellen oder Marketing anbieten. Trotzdem hat es mich viel Zeit und Übung gekostet, bis ich gute Webseiten erstellen konnte, die erfolgreich in Suchmaschinen ranken und Kundschaft anziehen.

Kathrin Tordasi Autorin webdesign responsive

Was sollte ich wissen, bevor ich eine eigene Webseite erstellen kann?

  • Setze dich unbedingt mit den rechtlichen Themen wie Datenschutz und Impressumspflicht auseinander. Themen wie Wettbewerbsrecht und Kennzeichnungspflicht sollten dir auch nicht unbekannt vorkommen.
  • Ein bisschen Ahnung von Technik solltest du mitbringen, damit Themen wie Ladezeit- und Suchmaschinenoptimierung keine Fremdwörter für dich sind. Wenn du dich dann noch mit responsive Design und Barrierefreiheit auskennst: ideal!
  • Wie gut kennst du dich mit der Psychologie des Designs aus? Sind dir die Grundlagen der Benutzerführung bekannt?
  • Kannst du ansprechende Werbetexte erstellen oder zumindest die von der KI ChatGPT generierten Texte entsprechend auf deine Situation anpassen?
  • Bist du in der Lage dazu Bilder und Grafiken zu erstellen? Kennst du dich mit Stockfotos und Lizenzrecht aus? Hast du eigene Fotos oder dich mit dem Urheberrecht der Bilder auseinandergesetzt, die von anderen von dir aufgenommen worden sind? Kannst du Bilder und Grafiken insofern bearbeiten, dass sie für das Internet geeignet sind bezüglich Bildgröße und Format?

Lass dich von all den Themen nicht abschrecken es selbst zu versuchen. Wenn du Spaß daran findest, kommt das vielleicht sogar deiner beruflichen Karriere zugute, wie bei mir. Es gibt außerdem einige gute Baukastensysteme, die dir viele dieser Punkte abnehmen. Wenn Webdesign zukünftig nicht zu deinem Kerngeschäft gehören soll und du deine Zeit lieber in deine Stärken und deine Kundenarbeit stecken möchtest, lass dir lieber eine eigene Webseite erstellen. Schreib mir gern, wenn du Unterstützung brauchst.

Wie viel kostet eine eigene Webseite?

Monatliche Kosten

Wenn du ein Baukastensystem nutzt, wird eine eigene Webseite monatlich teurer sein, als wenn du sie selbst erstellst/erstellen lässt.

Hosting all-inklHosting HetznerBaukasten WixBaukasten IonosBaukasten Jimdo
ab 5,90 € im Monat
ab 2,09 € im Monat, einmalig Setup: 9,90 €ab 11,90 € im Monat
ab 12,00 € im Monat, ersten 6 Monate für 6,00 €ab 0,00 € im Monat, nicht werbefrei
3 Domains1 Domain1 Domain, im ersten Jahr kostenlos1 Domain, im ersten Jahr kostenlosab 9,00 € im Monat mit einer eigener Domain
Vergleichstabelle, Preise Stand 01.09.2023

Neben den Kosten für Domain und Hosting, können natürlich noch weitere Kosten für Wartung, Plugins, Inhaltspflege etc. anfallen. Viele Dinge kannst du selbst machen, andere solltest du je nach Webseite an Profis abgeben. Das kommt ganz individuell auf deine Homepage an.

Einmalige Kosten

Doch wie viel kostet es eine Webseite erstellen zu lassen?

Ich bin eine große Freundin von Zahlen und plaudere daher ein bisschen aus dem Nähkästchen. Nach oben sind natürlich keine Grenzen gesetzt. Am Anfang habe ich noch Webseiten für 250,00 € erstellt – eine Sache, die ich nie wieder machen werde. Aber irgendwie musste ich an Referenzen und Erfahrungen kommen und mir erst ein Bewusstsein für meinen Wert aufbauen.

Inzwischen liegen meine Webseiten meist zwischen 1000 € und 25.000 €. Größere Projekte kann ich vom Teamumfang her leider nicht begleiten. Und für weniger Geld kann ich nicht sauber arbeiten und mir nicht genug Zeit für eine ordentliche Bedarfsanalyse nehmen.

Fazit: Webseite erstellen ja oder nein?

Eine eigene Webseite erstellen lassen kann dir und deinem Unternehmen eine Menge Vorteile bringen. Dahingegen stehen die Kosten, die Zeit und ggf. ein anderer Fokus deinerseits. Bevor du eine Webseite erstellen lässt, mach dir folgende Gedanken:

  • Wie und wo erreichst du deine Zielgruppe bisher und wo kannst du sie in Zukunft erreichen?
  • Welche Ziele verfolgst du mit deiner eigenen Webseite?
  • Wie viel Budget bist du bereit zu investieren?
  • Was kannst du selbst machen und was solltest du in die Hände von Webdesign und Webentwicklung geben?

Welche Fragen sind bei dir noch offen? Lass sie mich in den Kommentaren wissen!

Alexa Gothe Inhaberin Spiegelwelt Media Marketingagentur Koblenz
Alexa

Die Gründerin von Spiegelwelt Media ist ein kreativer Multihead. Ihr Leidenschaften lebt sich mit ihrer eigenen Marketingagentur aus und hilft ihrer Kundschaft zu mehr Sichtbarkeit.

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